Mal wieder auf Usedom, mal wieder mit dem Rad.

16°C, blauer Himmel, Sonne satt, gute Musik auf dem Ohr. Genug Gründe, um am Sonntag den 08.März alle Termine abzusagen und mit dem Rad Usedom zu besuchen. Also stieg ich in den Zug und kam 1,5h später in Heringsdorf an. Dieser Beitrag beinhaltet einige Fotos und elf 180° Panoramen, welche ihr mit einem einfachen Klick auf das Bild öffnen könnt. Die gewohnten Buttons habe ich mal weggelassen, ich empfehle nach wie vor das Betrachten meiner Panoramen an einem Rechner oder einem Mac.

Das erste Panorama zeigt den Strand zwischen Ahlbeck und Swinemünde.

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In Polen angekommen bin ich erst einmal durch Swinemünde gefahren. Und ja – Swinemünde ist anders, die Promenade unterscheidet sich von den anderen Orten auf der deutschen Seite. Sehr viele Leute waren hier unterwegs und ich suchte mir den Weg zum Wasser. Dort angekommen fotografierte ich die nächsten beiden Panoramen. Dieser Punkt ist so ziemlich der östlichste Strand der Insel Usedom, kurz vor der Swine, die die Inseln Usedom und Wollin trennt.

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Der Leuchtturm auf der Mole ist schon etwas außergewöhnlich und anscheinend ein Besuchermagnet. Übrigens sah ich dort zum ersten Mal einen Panoramafotografen, der Kugelpanoramen fotografierte. Da ich an diesem Tag nur mit meiner Kamera unterwegs war und die Einzelbilder meiner Panoramen aus der Hand schoss, ich nenne es den Nodalpunktadapter für Arme, konnte ich mir also in alle Ruhe anschauen, wie er arbeitet.

Dieses Panorama ist an der nordöstlichsten Stelle Usedoms entstanden.

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Dann ging es wieder zurück nach Ahlbeck, teils am Strand, teils auf dem Radweg. Dort sind die nächsten beiden Panoramen entstanden.

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Die Sonne stand mittlerweile recht tief und ich suchte mir einen passenden Zug nach Greifswald raus. Der fuhr aber nicht gleich und so entschied ich mich, die Zeit zu nutzen und noch bis nach Zinnowitz zu radeln. Übrigens war ich fast alleine unterwegs, Usedom war zu dieser Zeit so gut wie tot. Und so raste ich auf den nächsten 20 bis 25 Kilometern über Stock und Stein, über einige interessante Berge und durch viele Wälder an all den Ostseebädern vorbei. Viele Berge? Ja, stellenweise ist das Radfahren aufgrund des Gefälles sogar verboten. Ganz bestimmt hält man sich an diese Schilder und verzichtet auf diesen Heidenspaß. :)

Die Zeit wurde knapp, bis zu meinem Zug waren es noch 15 Minuten und Zinnowitz hatte ich noch nicht erreicht. Der Himmel über der Ostsee schimmerte zu diesem Zeitpunkt schon leicht rötlich durch die Bäume hindurch. Was mich etwas wunderte, ging doch die Sonne zu diesem Zeitpunkt auf der anderen Seite meines Weges unter. 10 Minuten bis zum Zug und ich erreichte Zinnowitz. Nun aber schnell. Aber dieser Himmel! Beim nächsten Strandaufgang hielt ich kurz ein und stellte die Kamera ein, während ich zum Strand lief. Wo ich die nächsten Bilder und…

..dieses Panorama fotografieren konnte. “Welch ein Glück muss man haben” dachte ich.

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Nur noch wenige Minuten, ich raste durch Zinnowitz, bis der Zug fuhr. Es wurde knapp. Der Himmel kannte zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Farbe, die Farbe Rot. Aber mein Zug! Sollte ich wirklich diese grandiosen Farben hinter mir lassen und lediglich mit einem Foto durchs vergilbte Zugfenster festhalten? Nein! 200 Meter vor dem Bahnhof bremste ich mein Rad, überlegte für einige Sekunden und kehrte um. Die großartigsten Bilder machen Landschaftsfotografen, weil sie auf das richtige Licht warten. Nicht, weil sie am richtigen Ort stehen. Also raste ich weiter, nur dieses Mal in die andere Richtung. Zur Seebrücke von Zinnowitz. Was mich dort erwartete, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Deshalb lasse ich die Bilder sprechen. Die Bilder und Panoramen dieses wahnsinnigen Sonnenuntergangs, ich habe bisher kaum einen schöneren gesehen.

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Der nächste Zug fuhr eine Stunde später, ich musste also nicht mit dem Rad bis nach Greifswald fahren. :) Eine Stunde, die sehr schnell verging.