Über mich


Ich bin Oliver Reimer, wurde im Januar 1979 geboren, habe 1989 meinen ersten Film in meine eigene Kamera gelegt, wohne im wunderschönen Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern und habe die tollsten Ausflugsziele direkt vor der Tür. Ich arbeite als Projektmanager in einem kleinen Callcenter und kümmere mich um die Zahlen und Interessen meiner Mitarbeiter und meines Kunden.

Die Kamera und ich – mein Weg zu diesem Foto

Mit dem Fotografieren, sicher konnte man es zu diesem Zeitpunkt noch nicht so nennen, habe ich mit 10 oder 11 Jahren angefangen, damals noch im Ferienlager mit einer knallgelben Beirette SL 100 N. Nur kann ich mich an kein einziges Foto erinnern. Gespielt habe ich immer gerne mit der Kamera meiner Eltern, einer Kleinbild-SLR EXA 1b. Der Lichtschachtsucher, man musste von oben in die Kamera gucken und das Bild wurde seitenverkehrt dargestellt, war ein wundervoll faszinierendes Spielzeug. Im Alter von 17 Jahren habe ich diese Kamera dann wiederentdeckt und gelernt, mit ihr auch richtig zu fotografieren. Schärfe, Blende und Verschlusszeit im Zusammenspiel, das Ergebnis dann Wochen später abgeholt, in der heutigen digitalen Welt absolut undenkbar. Zwischendurch bin ich in die Stadtbibliothek und habe stapelweise Fotozeitschriften ausgeliehen. Die Möglichkeit, die Zeit an- und diesen Moment für immer festzuhalten, hat mich sehr fasziniert. Zwei Jahre später, ich war 19 Jahre alt, bekam ich dann meine erste eigene Spiegelreflexkamera, eine Canon EOS 50e, geschenkt. Blenden- und Verschlussautomatiken, ein augengesteuerter Autofokus, dieses Feature hat es leider nie in die digitale Welt geschafft, erleichterten die Fotografie und erweiterten meinen kreativen Spielraum doch enorm. Eine tolle Kamera, welche mich immer begleitete und mit der ich viele tolle Momente festhalten konnte.

Dann im Jahr 2001, die digitale Fotografie machte mittlerweile große Sprünge, ich studierte schon ein paar Semester und brauchte dringend Geld, verkaufte ich meine Kamera. Weg war sie, was waren meine Freunde und Bekannte sauer auf mich. Dass ich damit damals auch ein Stück meiner Seele verkaufte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dies sollte ich erst knapp 10 Jahre später bemerken. Die Jahre vergingen und ich fotografierte nicht mehr. Bis ich 2006 eine kleine Sony Cybershot Kamera zum Geburtstag bekam, der kreative Spielraum und die Qualität der Ergebnisse hielten sich damit aber stark in Grenzen. Das richtige Fotografieren war schon längst eine Sache, über die ich nur noch in der Vergangenheit redete.

2011, mein Sommerurlaub stand an, das Geld saß ein wenig lockerer, fragte der gute Claas bei Facebook, ob nicht jemand seine alte Canon 400D kaufen möchte. Verrückt, war doch mein altes Hobby wieder zum Greifen nah. Kurze Zeit später hielt ich sie in der Hand; Meine Canon 400D mit einem 28-300er Tamron-Objektiv. Und ich war wieder ganz, wieder komplett, ich konnte weitermachen, meiner ursprünglichen Leidenschaft folgen und … wieder fotografieren. Seit diesem Tag ist meine Kamera immer dabei. Kurze Zeit später wurde ich gefragt, warum ich meine Bilder denn nicht bearbeiten würde. Ich erwiderte „Ein schönes Foto kommt aus der Kamera, nicht aus dem Computer“. Was sollte ich mich irren! Die Frage beschäftigte mich, ich beschäftigte mich – mit Bildbearbeitungssoftware. Ich testete die besten Produkte und fiel vor Erstaunen nach hinten um, ich war ja so ahnungslos! Stellt euch vor, ihr arbeitet in einer Autolackiererei und euch stehen lediglich zwei Farben zur Verfügung, mehr kennt ihr auch gar nicht. Jahrelang lackiert ihr Autos und eines Tages kommt einfach jemand vorbei und stellt euch abermillionen Farbpötte, Filter und Werkzeuge vor die Füße. Ich wurde volle Kanne in den Topf der unendlichen Möglichkeiten geworfen, nur meine Kreativität und meine Erfahrung zeigen mir noch die Grenzen. Der Wahnsinn! Und ich lernte ganz schnell, nur noch im RAW-Format zu fotografieren.

Im Dezember 2012 sollte ich dann erfahren, was Abbildungsqualität, Farbbrillanz, tolle Gegenlichteigenschaften und ein weiter Winkel bedeuten – ich kaufte mir ein Weitwinkelobjektiv. In diesem Monat sollte ich aber noch eine weitere große Erfahrung machen. Ich besuchte das Asisi Panometer in Dresden, in welchem ein mehr als 20m hohes 360° Panorama von Dresden aus der Perspektive der Hofkirche in der Zeit des Barocks ausgestellt ist. In der Mitte ein Turm und ich mit einem Fernglas obendrauf. Hunderte Geschichten spielen sich auf diesem Panorama ab, in jahrelanger Recherchearbeit ist es entstanden und selbst aus 1m Entfernung sieht man keine Pixel. Der Besuch dort lässt sich nur schwer in Worte fassen, so unglaublich schön ist dieses Kunstwerk. Es war wie eine Zeitreise und ich war mittendrin. Ich schaute mir danach eine „Making of…“ Ausstellung dieses Panoramas an und dachte „Wenn mir das jemand mit 16 Jahren gezeigt hätte, wäre mein Weg ein anderer gewesen“. So sehr fasziniert war ich von der technischen Professionalität auf der einen und dem höchst künstlerischen Anspruch auf der anderen Seite. „Panoramen, Oli, damit kannst du deine Leute mit auf deine Reisen nehmen“ dachte ich mir. Eine Idee, die mich seitdem nicht mehr losgelassen hat. Das ist nun ein Jahr her und in diesem Jahr ist viel passiert. Ich fotografierte viele Panoramen an all den schönen Orten, die ich besuchte, erwarb viel Erfahrung in den Feinheiten der etwas komplizierten Aufnahmetechniken, baute mir meinen eigenen Panorama-Stativkopf, welcher im Herbst einer gekauften Version weichen musste, habe mir gute Software zugelegt, viel Zeit in sie investiert und schlussendlich erkannt, dass Kugelpanoramen den faszinierendsten Blick gewähren. Die Panoramen von Asisi sind Zylinderpanoramen, die jeweils obere und untere Seite ist offen. Bei einem Kugelpanorama sind alle Seite geschlossen und der Betrachter befindet sich in der Mitte. Man dreht sich einmal im Kreis, nach oben und unten – und man ist da, wie eine Zeit- bzw. Raumreise. Diese Art der Präsentation ist so verdammt schön und beeindruckend! Im Sommer 2013 ist deshalb die Idee meines eigenen Fotoblogs entstanden. Mit ihm kann ich euch nun meinen Blick auf die Welt zeigen, mit den hier gezeigten Panoramen kann ich euch nun mit auf meine Reisen nehmen. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß dabei.

Das Bild dort oben ist übrigens mit einer Festbrennweite entstanden. Ein 50mm Objektiv von Canon mit einer maximalen Blende von 1:1,8, welches ich mir im Herbst kaufte. Ein kleines Stück Plaste, was nach nichts aussieht, nicht viel kostet und so enorm viel kann.